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Fluesterleise
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Blog-Einträge von Fluesterleise
02.04.2025 - 21:02 h Von allem zu wenig (Erzählung)
Kennst Du das, wenn Du mit jemandem zusammen bist, doch eines Tages begreifst, dass das alles hier, das alles reicht ihm nicht? Es ist zu klein, zu still, zu einfach. Von allem zu wenig, von nichts genug, allenfalls dem Immergleichen. Lauter schrecklich banales, ebenso dem Alltag wie überhaupt dem Einfältigen geschuldet, das schon lange niemanden mehr von den Sitzen holt, der anderes, ja so viel Größeres gewöhnt war. Und Du, auch Du bist nicht genug. Nicht genug für den, der da mit Dir ist. Gemeinsam schlendert Ihr eben noch durch die schmucke Altstadt, seid etwas Trinken oder einen Happen Essen gewesen, und es ist beschaulich, urig fast, die Nacht lau, keine Angst vor dunklen Gassen oder den abgelegenen Winkeln des Parks braucht Ihr zu haben, könnt ganz frei ausschreiten, denn niemand hier wird Euch etwas tun, allenfalls Wiedererkennen, Eure noch vertraute Zweisamkeit mit einem zugerufenen Gruß stören könnte einer, der es nur gut mit Euch gemeint hat. Ohnehin, ein schöner Abend war es gewesen, ausdrücklich schön sogar war er Dir vorgekommen, vor wenigen Minuten noch, denn lange unterhalten habt Ihr Euch, nichts verschwiegen oder ausgelassen, gleich ob das Erzählte Euch in schlechtem Licht dastehen, oder zu persönlich hätte sein können. Fast ein wenig zu rasch liegt er nun hinter Euch, der lebhafte Teil der Stadt, zumindest der, der noch am ehesten als solcher gelten könnte, denn sonderlich groß ist sie nicht, nie gewesen, nur eine Handvoll zusammengewürfelter Läden darin, Cafés zwischen den Fachwerkhäusern und auch zwei, drei Bars gibt es, die glücklicherweise nicht altbacken wirken. Sogar ein altes Schloss thront darüber, das gleichwohl auch an Sommertagen, wie dem heutigen, nur wenige Touristen anzuziehen vermag. Da geht Ihr nun, seltsam still ist es außen herum, kein Blick in alle Himmelsrichtungen, den Ihr nicht längst kenntet, berührt Euch vielleicht hin und wieder unabsichtlich beim Schlendern mit den Armen; und Du bist zufrieden, glücklich vielleicht sogar, für einen Moment zumindest, bis Dir das einzige Missgeschick unterläuft, das an einem solchen Ort auf Dich lauern könnte. Du siehst zu ihm hinüber. Er sieht nicht verträumt in die mal dunklen, mal leuchtenden Fenster links und rechts, auch nicht zu den Sternen hinauf, bleibt nicht plötzlich, Deinen Arm ergreifend, stehen, sagt nicht staunend Sieh mal, es hat sogar Sterne zu Dir, denn sein Blick ist reglos, fast leer auf einmal, und er sieht nach innen, sucht nicht nach Deinem, sondern etwas, das hier nicht ist, auch gar nicht sein kann. Vielleicht müsste es lauter sein hier, heller, greller, voller Unwägbarkeiten, dutzenden Möglichkeiten und überhaupt der großen Verheißung; und man müsste tanzen gehen können, schon gleich an der nächsten Ecke, sich mindestens einmal die Woche neu verlieben oder wenigstens hin und wieder nicht alleine nach Hause gehen müssen; und wenn nicht das, so müssten doch wenigstens Züge gehen, meinetwegen auch nur zur vollen Stunde, doch immerhin von hier in alle Welt hinaus und überall dorthin, wo es lauter ist, die Nachtschwärmer aus Betrunkenen und Partylustigen unentwegt durch die Gassen ziehen und es nicht Monate oder gar Jahre dauert, sondern täglich geschieht, dass mit Zufallsbegegnungen beim Supermarkteinkauf erst ein verheißungsvolles Lächeln und dann die Nummern getauscht werden. Irgendwo, wo man ewig jung bliebe, ebenso unvernünftig träumen wie sich schon kurz darauf im Treiben der Clubs auch einmal selbst vergessen, nur Körper sein könnte. Irgendwo, wo nichts müsste, doch alles könnte. Irgendwo, wo alles, aber wirklich alles einfach so viel besser wäre. Du siehst hinüber, suchst vielleicht nach Worten, um ihn zurückzuholen; und Dir wird kalt, die wollig-warme Sänfte des Rausches ist längst vergessen, trägt Dich nicht mehr, siehst stattdessen ihn und all das, und Dein Herz, augenblicklich verschattet es sich Dir, stockt vielleicht sogar für einen winzigen Moment vor lauter Gram, der Dich jetzt ereilt. Du kannst nichts dafür, dass hier nicht genug von allem ist. Und Du kannst nichts dafür, dass Du selbst nicht reichst, und auch Du nicht genug bist. Am allerwenigsten sogar bist Du es, der etwas dafür könnte, denn wer sonst hätte sich mehr Mühe gegeben, dass es klappt, wenn nicht ausgerechnet Du, der wieder und wieder versuchte, auch so ausgelassen und galant wie die anderen zu sein? Doch es hilft nicht, und was Du siehst, ist, dass es vorübergehen wird, nicht seine Zweifel, derer er sich geradezu schämt, sie Dir gegenüber nicht einmal auszusprechen traut, jetzt, wo keine Vertrautheit, sondern nur Distanz da ist, es nicht schlimmer sein könnte, er ginge nun auf der anderen Straßenseite oder gar gleich in entgegengesetzter Richtung davon, sondern Eure gemeinsame Zeit. Und Du wirst wieder alleine und schlaflos Nacht für Nacht um die zum Immergleichsein verdammten Häuser und Straßen ziehen, Dich am Flussufer unter die Sterne legen und Dich dabei so mutterseelenalleine fühlen, als wärst Du nie etwas anderes gewesen als einsam und verloren. Hier, an diesem Ort, in dem es von allem nur zu wenig gab. Nur von Dir, und der Einsamkeit nicht. Doch das, das reicht für kein Leben nicht. Nie. Du bist, und bleibst: zu wenig. Und alles, was Du sagen kannst, ist, dass man Reisende besser nicht aufhalten solle. Doch wie, wie könnte das Trost sein, wenn Du selbst nicht weißt, wohin denn dann einer wie Du zu reisen hätte. Ist es nicht so, dass überall, wohin Du auch gingst, auch der Ort der Langeweile wäre? Und Du lachst, so gut Du eben kannst, doch immer schon hattest Du dabei die Stimmen der Leute im Kopf, die sie sagten, der lache doch gar nicht wirklich, meine das doch gar nicht so. Der solle mal lieber bei seiner Traurigkeit bleiben und uns bitte verschonen.

[In Erinnerung an Miriam, geschrieben 8. März 2025]

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